Wohnen auf Kohle

Zukunftsperspektiven für montanindustriell geprägte Wohnquartiere

 

Industrieverbundener Wohnungsbau im Ruhrgebiet: was kommt nach dem Kohleausstieg?

2018 war „Schicht im Schacht“. Mit dem Ausstieg aus dem Steinkohlebergbau wurde in Bottrop und Ibbenbüren letztmalig Steinkohle zutage gefördert. Damit geht eine Ära zu Ende, die das Ruhrgebiet über Jahrhunderte geprägt hat. Neben den typischen Industrieanlagen zählt der zugehörige Wohnungs- und Siedlungsbestand zu den zentralen Bestandteilen dieser Ära. Der Werkswohnungsbau liefert hervorragende Beispiele für zeitgenössische, städtebauliche und architektonische Wohnlösungen.

Während die klassischen Bergarbeitersiedlungen aufgrund ihrer Einzigartigkeit als historische Ensembles bereits überwiegend an die Anforderungen ihrer heutigen Nutzer angepasst wurden, stehen diese Aufgaben insbesondere in den Siedlungstypen der Nachkriegsjahrzehnte häufig noch an. Diese erheblichen Umstrukturierungs- und Handlungsbedarfe betreffen sowohl die klassischen Zeilensiedlungen der 1950er- und 1960er-Jahre als auch die zeitgenössischen (Groß-) Siedlungstypen der 1970er- und frühen 1980er-Jahre.

 

Zukunftsperspektiven für industrieverbundene Siedlungen der 1930er bis 1970er Jahre

Gemeinsam nehmen die NRW.BANK und der Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Rheinland Westfalen e. V. (VdW Rheinland Westfalen e. V.) dies zum Anlass, in einem Projekt den Blick insbesondere auf die Entwicklung jener Quartiere zu werfen, deren Geschichte eng mit der Industrialisierung des Ruhrgebiets verknüpft ist.

Das Projekt „Wohnen auf Kohle – Zukunftsperspektiven für montanindustriell geprägte Wohnquartiere“ will gemeinsam mit der Wohnungswirtschaft als Eigentümer der Siedlungen und den Kommunen zukunftsweisende Konzepte für unterschiedliche Siedlungstypen entwickeln und diese zumindest auch modellhaft in die Umsetzung bringen. Zentrale Frage dabei ist, wie die aktuellen Rahmenbedingungen in den Quartieren sind und vor welchen wohnungswirtschaftlichen, städtebaulichen und sozialen Herausforderungen die Akteure stehen?

Die wissenschaftliche Begleitung des Projektes übernimmt InWIS.

Inhaltlich besteht ein enger Bezug zum Projekt „Siedlungskultur in den Quartieren des Ruhrgebiets“, das ähnliche Fragestellungen in Bezug auf die klassischen Bergarbeitersiedlungen thematisiert hat.

 

Projektbausteine

  • Auftaktveranstaltung „Wohnen auf Kohle“ im Februar 2018 auf Zollverein
  • Identifikation entsprechender Quartiere und Themenschwerpunkte für industrieverbundene Siedlungen der 1930er bis 1970er Jahre
  • Bereisung ausgewählter Quartiere
  • Thematische Workshops zu den anstehenden Herausforderungen sowie Entwicklung von konkreten Handlungsempfehlungen für die Quartiere
  • Entwicklung von Modellquartieren

 

Projektlaufzeit

bis Ende 2019

 

Ansprechpartner

Dr. Torsten Bölting
Valerie Niemann-Delius

InWIS Forschung & Beratung GmbH
Tel.: +49 (0)234 - 89034 - 23
Mail: Wohnenaufkohle(ät)inwis.de

Rebekka Austermann
NRW.BANK
Tel.: +49 (0)211 - 91741 - 1553
Mail: rebekka.austermann(ät)nrwbank.de

Dr. Svenja Haferkamp
VdW Rheinland Westfalen
Tel.: +49 (0)211 - 16998 - 84
Mail: Svenja.Haferkamp(ät)vdw-rw.de

 

Projektpartner